Hinter der Tür unserer Entscheidungen: Neuland

Newsletter am 01.09.2020

Liebe Stimminteressierte,

Was ist das eigentlich – Veränderung? So lange alles normal läuft, sind wir immer auf der Suche nach etwas Neuem. Träumen davon, etwas anders zu machen. Wollen nicht irgendwie in irgendeinen Tag mit irgendwas, das wir irgendwann einmal angefangen haben, hineinleben. Doch wenn das Neue einmal ungefragt kommt, dann suchen wir ein Irgendwo, an dem alles so ist, wie es immer war. Dieses Irgendwo ist heute oft das Irgendwann nach Corona. Vielleicht kommt es, vielleicht nicht. Es macht keinen Sinn darauf zu warten. Hat es noch nie.Mit Corona fällt die Maske. Wir können uns nicht mehr hinter irgendwem verstecken, der wir gerne wären. Und doch (noch) nicht sind. Weil wir uns verändern müssten. Und Veränderung ist ein Marathon. Ein zäher langer Weg. Kein schneller Schritt. Veränderung erfordert, alltägliche Routinen zu hinterfragen. Veränderung heißt, etwas Neues anzugehen, ohne zu wissen, ob man je sein Ziel erreicht. Der Weg ist das Ziel, oft gesagt. Fast nie gemeint. Sich von lieben Gewohnheiten weg zu bewegen, ist ein Gang, der schwer fällt. Man betritt dann wirklich: Neuland.Auf diesem unbekannten Terrain der Veränderung ist Haltung der einzige Halt, den wir haben. Und Haltung ist nur so stark, wie sie unsere innere Stimme stark macht. Diese innere Stimme verlangt nach Antworten, die sie überzeugt vertreten kann. Antworten auf Fragen, die auch vor dem Virus nicht einfach zu beantworten waren: Was kann ich selber dafür tun, um die veränderte Gegenwart positiv zu bewältigen? Wie bilde ich gute psychische Stabilität aus, wie entwickle ich eine klare Haltung? Wie lebe ich mit Ungewissheiten weiter?Meine Freundin Christina Meissner, freischaffende Cellistin, teilte ihre große Freude mit uns, als sie im Juli endlich wieder auftreten konnte: im wunderschönen romanischen Dom zu Havelberg. Ausverkauft und dennoch wenig Publikum, großzügig im Dom verteilt. Die Atmosphäre atemberaubend. Das liegt zum einen an Christina’s neuem Solo-Programm ISPARIZ. eine Vision – die Gesänge der Hildegard von Bingen und neue Kompositionen. Es liegt aber auch an der Dankbarkeit für diese wiedergewonnene Möglichkeit der Kommunikation und des Erlebens nach einer Zeit des Entbehrens. 

Bedürfnisse gehen vom Ich aus und kehren zum Ich zurück. So sagen es Philosophie und Psychologie. Für mich heißt das: Ich reflektiere in unserer neuen Gegenwart sehr genau, mit welchen Bedürfnisbefriedigungen ich mir selbst, aber auch anderen schade und entscheide dann, wie ich handle. Ja, ich gehe zu dieser Veranstaltung – nein, da gehe ich nicht hin, da fehlt mir der Abstand. Begehren hingegen öffnet uns für das, was um uns herum passiert, öffnet uns für andere Menschen. Wir nehmen den anderen als anderen wahr. Wenn ich den anderen wahrnehme und dann zu mir zurückkomme, komme ich als veränderter Mensch zurück. Diese Veränderung setzt Energien frei. Wir merken, wir können ganz viel aus eigener Kraft schaffen, was wir vorher nicht gewusst haben. Da liegen die großen Chancen der Krise. Da entsteht Wandel. Homeoffice, homeschooling, online Semester klappen, Politiker und Wissenschaftler kooperieren, da wird man – endlich – gezwungen, Wege aus der Globalität hin zur Glokalität – die pragmatische Verbindung des Globalen mit dem Lokalen ­– zu suchen und vieles mehr. Das alles stimmt mich tatsächlich positiv.

Ich habe die Sommerpause genutzt, um meine online Akademie weiter auszubauen. Neue Wege öffneten sich: So fragte der Landkreis Wolfenbüttel, ob ich nicht für die Mitarbeiter*innen ein sechswöchiges Resilienztraining zur Stressbewältigung im Alltag und in Gesprächssituationen anbieten könnte, immer mittwochs eine Stunde.

Die Mitarbeiter sind alle im großen Sitzungssaal, ich bin per Video zugeschaltet. Wir werden interaktiv miteinander arbeiten können, ohne dass die Mitarbeiter*innen auf ihre PC’s starren müssen. Ein spannendes Format!

Das Programm der Akademie ist groß und vielfältig geworden:
Ganz neu ist die kostenlose „Stimmige Sprechstunde“ –  online jeden Freitag von 9 bis 10 Uhr! Einfach anmelden und Sie erhalten den Zoomlink!

Es wird einige wenige Präsenzseminare in Hamburg, Ulm und München geben und im Moment nur ein einziges Seminar am 31. Oktober für max. 5 Teilnehmerinnen in meinem Haus in Potsdam: „Empowerment für Frauen“ – ein Thema, was mir am Herzen liegt.
 
Alles andere wird online stattfinden:

  • Schnupperkurse 
  • Tagesseminare
  • Einstündige Stimmzoomings zu speziellen Themen
  • Dreiwöchige Intensivkurse
  • Sechswöchige Supervisionskurse

 
Im Herbst kommen dann noch ein einwöchiges tägliches Voiceworkout und ein 14tägiges Videotraining hinzu (5 Min. täglich als Impuls für das eigene Training + WhatsAppGruppe zum Austausch). Ich werde Sie rechtzeitig informieren. 

Bei allen Online-Angeboten meiner Akademie können Sie nach wie vor zwischen drei Preisen wählen, je nach Einschätzung, finanzieller Möglichkeit oder Wertschätzung.

Anmeldungen jetzt unter www.evaloschky.de

Bevor ich den Newsletter beende, möchte ich Ihnen noch eine besondere Initiative zweier junger Unternehmerinnen ans Herz legen: Stephanie Renz und Tania Hernández haben gemeinsam ein sinnliches Spiel entwickelt „OH WOMAN“:


 „Mit diesem Spiel setzen wir uns spielerisch für die frühzeitige Aufklärung über die Periode & den weiblichen Körper ein. Es ist ein Türöffner, der Mädchen und Frauen dabei hilft, sich mit Spaß, Leichtigkeit & vor allem ohne Scham über den eigenen Körper auszutauschen.“


Es ist für mich als „alte Frau“, die in den 70er Jahren den ersten „Notruf für vergewaltigte Frauen“ in Berlin mitbegründet hat, immer aufs neue entsetzlich, wie gering der Fortschritt der Gleichberechtigung ist, wie hoch die Zahl der Femizide, wie Frauen sich aus meiner Sicht vermehrt über Aussehen statt über Ausstrahlung definieren, wie Aufklärung und Bildung immer wieder neu geleistet werden müssen.

Meine Empfehlung: Unterstützen Sie für die Frauen der Zukunft das Projekt „OH WOMAN“  über die Crowdfundingplattform startnext.com/oh-woman.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in einen samtenen Herbst und freue mich sehr auf unsere nächste Begegnung – sei sie online oder offline! Super, wenn Sie einen Freund, eine Freundin oder einen Kollegen, eine Kollegin mitbringen!

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