Heiser– was nun?

Herbst, Winter, die Sonne versteckt sich, Nieselregen setzt ein, grau in grau. Brrrh, nasskaltes Wetter, die Kälte kriecht in Dich rein, die Füße werden kalt, der Hals kratzt, die Nase läuft, die Stimme krächzt. Dazu kommt die trockene Heizungsluft in unseren Räumen. Neben der Tatsache, dass bei jedem Anflug von Erkältung die Coronawarnlampe angeht, heißt es jetzt:  sorge gut für Dich!

Ich möchte Dir 7 Tipps geben, wie Du besser über die Runden kommst!

Den Kopf halt’ kühl, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm!

Wahr ist natürlich, dass die meisten Erkältungen durch Viren ausgelöst werden. Es sei aber möglich, so die Forscher, dass viele Virusinfektionen symptomlos verlaufen, wenn man die Füße und den Rest des Körpers in der kalten Jahreszeit warm hält. Vor allem eine Unterkühlung der unteren Extremitäten führt dazu, dass das vegetative Nervensystem die Durchblutung der Atemwege drosselt. Die Nasenschleimhäute und die Schleimhäute der Kehle werden somit kalt und trocken. Dadurch sinkt ihre Abwehrbereitschaft, die Erkältungsviren dringen leichter in den Organismus ein. 

Tipp 1

  • stelle kalte Füße auf eine Wärmflasche
  • nimm’ die Wärmflasche mit ins Bett
  • und noch viel besser: mache ein aufsteigendes, also ein immer wärmer werdendes Fußbad

Wenn Du mehr Infos zu dem Fußbad möchtest, klicke einfach oben auf das Bild und schaue dir mein Video an

Ölziehen – sinnvoll oder nicht?

Darüber streiten sich die Geister. Die alte ayurvedische Heilkunst bezieht mit einem eindeutigen “Ja” klar Stellung. Sie sagt: “Unser Mund ist die Eintrittspforte in unseren Körper. Und gleichzeitig der schmutzigste Ort in unserem Organismus, vergleichbar mit dem Flur in unserem Haus. Im Flur sammelt sich der Schmutz von draußen und wird – wenn nicht geputzt wird – in unser ganzes Haus getragen.”

Das Ölziehen ist eine gute Methode, um Krankheitserreger in der Mundhöhle zu bekämpfen. Bakterien und Schadstoffe werden aus der Mundschleimhaut gezogen und im Öl gebunden. 

Ein idealer Zeitpunkt für das Ölziehen ist morgens gleich nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen.

Tipp 2:

  • Wähle ein pflanzliches Öl, zB. Sonnenblumen- oder Sesamöl. Nimm’ einen Teelöffel Öl in den Mund und spülen damit für etwa 3 Minuten kräftig Deine Mundhöhle. Ziehe das Öl dabei durch die Zahnzwischenräume. 
  • Das Öl niemals herunterschlucken. Spucke  das Öl auf ein Tuch und gib es es in den Hausmüll. Durch das Spülen im Mund bekommt es eine weißliche Farbe.
  • Danach Zähneputzen

Heißes Wasser am Morgen – warum?

Wenn wir schlafen und mehrere Stunden liegen, wird der Schleim zähflüssiger und fließt schlechter ab. Die Stimme klingt noch belebter als am Abend vorher. Deshalb macht es am Morgen tiefen Sinn, die Schleimproduktion ankurbeln zu helfen.

Tipp 3:

  • Trinke nach (dem Ölziehen und) Zähneputzen einen Becher heißes Wasser: Dies öffnet die Kapillaren, die feinen Blutgefäße und der Schleim verflüssigt sich. 
  • Klopfe Dir mit lockeren Fäusten auf das Brustbein: das regt die Durchblutung an und aktiviert die Thymusdrüse, die für deine Immunabwehr verantwortlich ist
  • Kreise mit den Armen wie Windmühlenräder von vorne nach hinten. Das öffnet gleichzeitig die Lungenflügel und aktiviert deinen Atem. Bewegung verflüssigt Schleim.

Trinken, trinken, trinken!

Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Red Bull, Rauchen und Alkohol trocknen die Schleimhäute zusätzlich aus. Auch Tees mit ätherischen Ölen sind austrocknend. Bei Heiserkeit ist es deshalb besser, mit Salbeitee zu gurgeln als ihn zu trinken. Denn alles, was austrocknet, belastet die Kehle zusätzlich.

Tipp 4:

  • Trinke viel heisses Wasser mit Ingwer, Zitrone und Honig. Am besten täglich 2 Liter.
  • Iss viel frisches Obst und kaue es genüsslich: Vitamin C stärkt und das Kauen intensiviert den Speichelfluss.

Der Kartoffelwickel:

Der altbewährte Kartoffelwickel ist mein liebstes Hausmittel, wann immer mir die Kehle einen Strich durch die Rechnung machen will. Denn die Kartoffeln geben eine feuchte Wärme ab, die dem Hals einfach gut tut.

Tipp 5:

Du gibst gekochte, heiße Pellkartoffeln in ein längs gefaltetes Küchenhandtuch und zerdrückst sie. Vorsicht: die Kartoffeln können sehr heiß sein! So warm wie möglich auf den Hals legen und mit einem (Woll-)Schal umwickeln.

Wenn du noch Fragen zu Kartoffelwickeln hast, klicke auf das Bild und schau Dir das Video an.

Räuspere Dich nicht! Flüstere nicht!

Denn beides strengt die Stimmlippen stärker an als das Sprechen. Wenn Du Schmerzen beim Sprechen hast, so ist meistens der Kehlkopf entzündet. ER wünscht sich nichts sehnlicher als “Pause” – vielleicht geht es Dir ja ähnlich, wer weiß!
Am besten verzichtest Du drei Tage ganz auf den Stimmeinsatz. Gönne Dir eine „stimmliche Auszeit“. Im Online Zeitalter ist das nicht schwer. Man kann E-Mails oder eine SMS schreiben. Oder man greift nach langen Jahren mal wieder zum Füller.

Tipp 6:

  • Rückzug und schweigen

Zu welchem Arzt bei Heiserkeit?

Hält die Heiserkeit länger als fünf Tage an und Du kannst eine Corona Erkrankung ausschließen, rate ich Dir, unbedingt einen Phoniater aufzusuchen. Phoniater sind auf die Stimme spezialisierte Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, die die Ursache Deiner Heiserkeit am besten herausfinden können. Gründe dafür können sein:

  • Die Stimmlippen haben aufgrund falscher Sprechtechnik dauerhaft zu starke Spannung, die Stimme klingt leicht gepresst. Bei längerem oder lautem Reden reagiert die überanstrengte Stimmlippenmuskulatur und die Stimmlippen schwingen weniger und schließen nicht mehr. Das Ausatmen wird dann in der Kehle nicht mehr optimal in Schallwellen, in Stimmklang umgewandelt und man spricht heiser.
  • Die Immunabwehr kann geschwächt sein und ein Infekt kommt: Die Stimmlippen sind entzündet und können nicht gut arbeiten. Dann signalisieren die Stimmlippen, dass sie auch mal eine Pause brauchen.
  • Auch ein Reflux kann die Ursache für einen Streik der Stimmlippen sein. Während des Schlafs fließt Magensäure unbemerkt in den Kehlkopf. Das kann chronische Entzündungen und Schleifmehlbeschaffenheit (Dyscrinie) auslösen. Dadurch entsteht Heiserkeit und Stimmveränderung. Reflux ist sehr weit verbreitet, ca. 40 Prozent aller vom Arzt diagnostizierten Kehlkopfentzündungen beruhen darauf

Tipp 7:

Wenn Du mehrere Male im Jahr oder oft nach Sprechbelastungen heiser wirst, wenn Du am Abend oft stimmlich angestrengt bist, dann solltest Du unbedingt Deine Stimme vom Phoniater untersuchen lassen, aber vor allem Deine Stimme  trainieren. Ein guter Stimmtrainer hilft Dir hier weiter. Um sicherzugehen, dass er auch wirklich der Richtige ist, achte auf seine Qualifikation und die Referenzen.

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