Wunschzettel mitten im Sommer – nicht ans Christkind, sondern an die Stimme

Wunschzettel an die eigene Stimme
Dieser Sommer ist für mich voller Überraschungen. Denn es ist – trotz Hitze und Ferien – der Coaching-Sommer für mich. Noch nie kommen mitten in der Urlaubszeit so viele Menschen für ein Stimm- oder Redecoaching zu mir an den See. Ob 36 Grad Hitze oder ein wenig darunter – wir arbeiten zusammen, schwitzen und erreichen dennoch unsere Ziele.
Bevor jemand zu mir ins Coaching kommt, erhält er einen Fragebogen von mir, den er ausfüllt und den ich mir zu Gemüte ziehe, wenn ich den Coachingtag vorbereite. Für diesen Blog möchte ich Sie auffordern, erst einmal selbst den Fragebogen auszufüllen, bevor ich aus dem Nähkästchen plaudere und erzähle, welche Wünsche ich in den verschiedenen Fragebögen des Sommers 2015 entdeckt habe und vielleicht dadurch den ein oder anderen Wunsch für Ihre Stimme, für Ihre Rede bei Ihnen wecken kann.
Und gleich etwas Besonderes für Sie: wenn Sie mir Ihren Wunschzettel bzw. den Fragebogen ausgefüllt zusenden, erhalten Sie einen massgeschneiderten Tipp zu Ihrem Wunsch von mir, entweder per Mail oder per Telefon, sodass Ihr Sommerwunschzettel nicht bis Weihnachten warten muss, sondern schon vorher in Erfüllung geht. Ist das ein Angebot?
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Die häufigsten Stimm-, Rede und Präsentationsprobleme

Wenn ich mir die Fragebögen durchlese, entdecke ich sehr oft große Unzufriedenheit mit der eigenen Stimme. Ich habe für Sie die „typischen Stimm-, Rede- und Präsentationsprobleme“ zusammengestellt, um Ihnen dadurch noch mehr Bewusstsein für die eigene Stimme zu verschaffen:

Längeres Sprechen finde ich zunehmend als anstrengend, abends bin ich ´platt´.

Ich habe mangelnde Durchsetzungskraft, möchte besser präsentieren und mich selbst darstellen können.

Klappt etwas nicht so, wie ich es möchte, bin ich enttäuscht und meine Stimme wird sehr flach und „klein“.

Vor großen Gruppen oder mehreren ´Respektspersonen´ tue ich mich sehr schwer. Ich glaube, das hört man mir dann auch massiv an. Ich würde meine Stimme gerne besser kontrollieren und mein Inneres besser davon trennen können.

Ich möchte ´seniorer´ sprechen können.

Ich möchte im Team und in größeren Gruppen stärker wahrgenommen werden und nicht unterbrochen werden.

Meine Stimme erscheint mir oft zu schwach. Bei längerem Sprechen entwickle ich, besonders wenn ich aufgeregt bin, eine höhere Stimmlage. Dabei scheint die Stimme noch ´dünner´ zu werden. Das Sprechen strengt mich dann sehr an.

Ich habe eine Tendenz zur gepressten Stimme und Heiserkeit. Meine Stimme ist nicht kraftvoll und tragend genug, um bei schlechten Bedingungen gut verstanden zu werden.

Für meine Sprechstimme wünsche ich mir, dass sie in meiner Person und in meinem Körper zu Hause ist, dass sie zu meinem Alter, meiner Erscheinung, meiner Persönlichkeit, meiner aktuellen Stimmung passt und dass sie mich darin unterstützt, zu sagen, was ich sagen möchte.

Ich habe eine zu leise und wenig „dominante“, wenig mitreißende Stimme.

Die Stärke meiner Stimme ist nicht verlässlich. Es strengt mich an, laut und verständlich zu sprechen, wenn ich selbst müde und etwas kraftlos bin.

Entdecken Sie einige Aussagen, die Ihnen vertraut sind, die Sie hätten sagen können? Dann sei Ihnen an dieser Stelle versichert: wenn Sie das ändern möchten, dann können Sie das! Vielleicht braucht es dazu fachkompetente Unterstützung – aber auch da kann ich verraten: es macht viel Spaß, das Potenzial der eigenen Stimme wieder zu entdecken. Denn können nicht alle Babys dieser Welt stundenlang und laut schreien, ohne dass sie heiser werden? Das kann man – allerdings mit viel Training – wieder erlernen!

Wünsche und Ziele für Ihre Stimme

Wenn ich die Wünsche und Ziele meiner Klienten lese, bevor ich sie persönlich kennenlerne, sage ich innerlich stets „Na klar, das brauchen wir doch alle!“ Lesen Sie selbst und entdecken Sie Ihre eigenen Ziele. Denn wenn Sie wissen, wohin Sie möchten, können Sie viel schneller entscheiden, welcher Weg der Richtige für Sie ist!

Ich möchte mich während des Redens sicherer fühlen, vor allem locker und ruhig bleiben und mich auf meine Stimme verlassen können.

Ich möchte eine ausdauernde, kraftvolle und tragende Stimme und gut verstanden werden bis in die letzte Reihe (bei Sprechen vor Publikum).

Meine Stimme soll durch richtige Atmung sowie Artikulation ausdrucksstärker werden.

Mein Halsweh bei längerem Sprechen soll weg.

Ich möchte eine kräftige, gut wahrnehmbare Stimme, eine deutliche Aussprache, ich möchte keine Endungen verschlucken, aber keine Oberlehrer-Stimme bekommen.

Ich möchte den „Sitz“ der Stimme im Körper, besser gesagt: mein Gefühl für die Körperregionen, die bisher noch ein weißer Fleck auf der Landkarte der Selbstwahrnehmung sind entdecken.

Ich will wieder voller Kraft reden, ohne Ermüdung, brauche Stimme dringend beruflich.

Ich will stimmliche Stärken herausarbeiten und meine besten Stimmlagen kennenlernen. Das Potenzial und die Grenzen meiner Stimme ausloten, was ich vermeiden sollte. Das Steuern der Atmung. Das Zittern aus der Stimme kriegen. Lebendige und spannende Präsentationen halten, am Telefon und face-to-face.

Bei Veranstaltungen oder auf Parties möchte ich, dass man mir zuhört, wenn ich beginne zu sprechen.

Im Beruf möchte ich lebendiger sprechen, dass man meinen Vorträgen oder Beiträgen gerne zuhört. Ich möchte, dass ich als kompetenter Ansprechpartner – auch von wesentlich älteren Personen wahrgenommen werde.

Ich möchte meine Stimme als stabiles und zuverlässiges Werkzeug nutzen können, um mich in der Weise hörbar zu machen, wie es zu mir passt. Ich möchte mich auf meine Stimme verlassen können, wenn ich in angespannten Situationen (Gremien, Meetings,…) sprechen muss und möchte mich nicht, von meiner Unsicherheit auf meine Stimme davon abhalten lassen meine Meinung/ Anmerkungen anzubringen.

Ich möchte, dass es für mich selbstverständlich ist, dass jedes Wort, was ich sage, beim entsprechenden Empfänger ankommt und ich mich gedanklich nicht weiter damit auseinander setzen muss, ob ich in dem einen oder anderen Moment wieder zu leise gesprochen habe.

Ich möchte nicht mehr an einem Besitzer einer dominanteren Stimme scheitern.

Wenn Sie meinen persönlichen Wunsch lesen möchten, dann verrate ich Ihnen an dieser Stelle, dass ich mir nach einem Vortrag stets wünsche, dass ich meine Stimme oft erheben darf, um anderen zu verdeutlichen, welch großes Potenzial in Stimme, Sprechen und Körpersprache liegt. Und ich bin froh, dass mir meine Stimme stets voll zur Verfügung steht – denn das war nicht immer so –
Mehr dazu im >>Interview mit Edith Karl.

Gut klingen – gut ankommen

Eva Loschky Buch "Gut klingen-gut ankommen"
Wenn Sie redesicher sind und Ihre Stimme klangvoll und belastungsfähig ist, welchen Gewinn haben Sie und Ihre Gesprächspartner davon – das ist die nächste Frage.

Lesen Sie die Antworten und überlegen Sie selbst:

Ich würde mir selbst mehr vertrauen, insgesamt sicherer sein. Meine Zuhörer würden eine entspannte, fachlich kompetente Sprecherin erleben. Davon könnten ich und andere auch im Tagesgeschäft profitieren.

Ich würde durch den veränderten Umgang mit meiner Stimme an Selbstbewusstsein gewinnen. Selbstbewusstsein ist im Wortsinn gemeint: Sich seiner selbst bewusst sein, mit beiden Beinen gut auf dem Boden stehen, die eigene Wirkung auf andere einschätzen können. Meine Stimme würde mich vielleicht besser als bisher darin unterstützen, zu sagen, was ich sagen möchte und gehört zu werden.

Bei anderen könnten die Veränderungen meine Stimme zum Beispiel bewirken, dass sie als Interviewpartner mir gegenüber ein gutes Gefühl hätten. Etwa in dem Sinn: Ich höre ihm gern zu, wenn er spricht. Er stellt gute Fragen. Das Gespräch mit ihm macht mir Freude. Grundsätzlich könnten Menschen mich besser einschätzen.

Bei Konflikten würde mein Gegenüber gleich erkennen, wo meine Grenzen sind.

Ich persönlich hätte mehr Erfolg im Beruf und im Privaten. Eine gute Stimme würde meine Kompetenz unterstreichen.

Mehr persönliche Anerkennung, weniger „Kampf“ im Alltag. Mehr Selbstwertgefühl, vor allem mehr Glaubwürdigkeit „ausstrahlen“.

Bessere Verständlichkeit; außerdem wäre das Reden für mich weniger anstrengend.

Ich hätte sicher ein besseres Gefühl beim Reden, wenn ich weiss, ich werde gehört und gut verstanden. Auf andere wäre das sicher eine positivere Wirkung meiner Person.

Eine zuverlässige Stimme würde meine Selbstsicherheit steigern. Es würde persönlichen Beziehungen helfen, wenn mich Sprechen in manchen Situationen weniger anstrengen würde. Es hilft meinem Arbeitgeber, da mein Auftreten gegenüber Kunden souveräner wird.

All diese Vorstellungen sind wahr. Ihre Stimme ist das wichtigste Mittel, um im Business zu überzeugen. Wer keinen Zugang zu Stimme und Körper findet, bleibt glanzlos. Zahlreiche Studien belegen, dass die Stimme ausschlaggebend ist für den beruflichen Erfolg. Und dennoch: kaum einer schenkt ihr die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Das können Sie ändern!

Coaching – ja oder nein?

Vor einem Coaching frage ich meine Klienten stets: „Gibt es irgendetwas, was Sie bei Trainings und Coachings nicht leiden können?“ Meine Klienten reagieren auf diese Fragen, indem sie klar benennen, was sie sich wünschen und was sie nicht möchten in einem Coaching.

Lesen Sie selbst:

Was ich nicht leiden kann ist Zeitverschwendung, aufhalten mit Unwichtigem (eher in Trainings mit mehren Leuten, wenn einer dauernd Kommentare abgibt, die nicht zielführend sind…).

Meine Erwartung von Trainings/Coachings: Theorie sollte immer mit Praxis verknüpft sein und das Tempo sowie der Inhalt (soweit möglich) den Teilnehmern angepasst sein.

Was ich nicht mag, wenn der Coach leeres blabla von sich gibt, die Freude am eigenen Reden überwiegt, wenn er nicht auf den Punkt kommt, Mangel an Offenheit und Ehrlichkeit zu wünschen übrig lassen.

Ich bevorzuge ein direktes, klar strukturiertes Vorgehen. Mit Ihrer Unterstützung möchte ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten besonders intensiv vorbereiten. Dabei muss das Konzept aber zu mir passen. Sonst würde das Gegenteil erzielt werden.

Ich möchte 100% sicher zu sein, die aufrichtige Meinung des Coachs zu bekommen.

Ein Coach, dem ich mich anvertraue, sollte in seinem Fach ein Profi sein. Ich möchte das Gefühl haben, beim ihm oder ihr gut aufgehoben zu sein. Er oder sie sollte realistische Ziele setzen. Er oder sie sollte mich wahrnehmen und respektieren als eine lebenserfahrene Person mit Kenntnissen und Fähigkeiten, die eingesetzt werden können für das Ziel des Coachings.

Diesen Worten möchte ich mich gerne zum Abschluss dieses Artikels anschließen. Ich freue mich, wenn Sie Lust auf ein Coaching, auf ein Seminar oder einen Vortrag mit mir bekommen und mich buchen. Neugierig bin ich, wenn Sie mir in einem Kommentar Ihre Meinung zu diesem Artikel sagen oder Ihren ausgefüllten Fragebogen an mich schicken.

Stimmcoaching Eva Loschky
Vielen Dank und Adieu für heute
Eva Loschky
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