Frosch im Hals – na und?

Heißen Sie den Frosch willkommen!

Sehen Sie den Frosch im Hals wie einen ungebetenen Gast, der sich aber nicht so einfach rauswerfen lässt. Je mehr Sie sich um seinen Rauswurf bemühen, desto hartnäckiger kommt er wieder. Heißen Sie ihn deshalb – wenn auch nicht gerne – willkommen.
Wie?

1. Räuspern Sie nicht

Häufiges Räuspern und Husten führen zur vermehrten Schleimproduktion in der Kehle und zu erneutem Räuspern.
Beim Räuspern reiben Sie die Stimmlippen fest aneinander, um den vermeintlichen Schleim wegzuraspeln. Dadurch verletzen Sie die Stimmlippen, die dann dem Gehirn melden: Bitte schütze uns! Was macht das Gehirn? Es schickt mehr Schleim zu den Stimmlippen. Oder anders ausgedrückt: der Frosch holt Verstärkung. Was machen Sie? Sie räuspern wieder – ein Teufelskreis!

2. Sie durchbrechen den Teufelskreis

Sie räuspern einfach nicht. Egal, was passiert (Tränen rollen, die Stimme kratzt…), Sie akzeptieren den Frosch als ungebetenen Gast. Denn wenn Sie ihn rauswerfen wollen, holt er Verstärkung! Sie sprechen mit dem Frosch im Hals und räuspern sich nicht.

3. Sie verabschieden den Frosch

Sprechen oder summen Sie mit dem Frosch im Hals. Denn das bedeutet Stimmlippenbewegung und diese haßt der Frosch: er hüpft weg. Es ist nicht schlimm, wenn das Gegenüber ein bisschen mitschwingenden Schleim, wenn es den Frosch mitsprechen hört. Das aggressive Räuspern, was im englischen Sprachgebrauch „voice abuse – Stimmmissbrauch“ genannt wird, stört viel mehr, v.a. wenn es öfter vorkommt.

4. Was Sie außerdem tun

Schlucken Sie anstelle des Räusperns, trinken Sie einen Schluck Wasser, nehmen Sie ein Bonbon (z.B. Salbeibonbon, Ipalat, Emser Pastillen, Islamoos, GeloRevoice), kauen Sie einen Apfel, gähnen Sie: die Kehle bewegt sich, der Frosch hüpft beiseite. ER haßt Bewegung!

5. Sie siegen

Wenn Sie eine Woche durchhalten, dann haben Sie den Teufelskreis durchbrochen. Herzlichen Glückwunsch!

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